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Gebundener Ganztag an weiterführenden Schulen

Gebundene Ganztagsschulen sind an allen Schulformen umsetzbar und zeichnen sich strukturell dadurch aus, dass sie für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich sind. Laut der Definition der Kultusministerkonferenz gelten Schulen als gebundene Ganztagsschulen, wenn Schülerinnen und Schüler verpflichtend an mindestens drei Wochentagen für jeweils mindestens sieben Zeitstunden an den ganztägigen Angeboten der Schule teilnehmen. Zusätzliche Angebote über den Zeitraum hinaus oder an weiteren Nachmittagen sind möglich.

Gebundene Ganztagsschulen bieten hinsichtlich der Betreuung alle Möglichkeiten der offenen Ganztagsschule, sie sind aber durch die Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler in vielen Bereichen überlegen. Durch die verbindliche Anwesenheit in der Schule kann der Tageslauf grundsätzlich verändert werden. Der Schulalltag kann rhythmisiert werden; das bedeutet, Phasen von Anspannung und Entspannung wechseln sich ab und der Stundenplan kann so gestaltet werden, dass längere Unterrichts- und Arbeitsphasen für Projekte entstehen. Die gebundene Ganztagsschule ist eine Schule, die sich an alle Schülerinnen und Schüler wendet und keineswegs eine Restschule für Problemfälle.