. .

Konzept

Was ist eine „Offene Ganztagsgrundschule“ und was kann sie leisten?

Offener Ganztag – darunter stellt man sich häufig lediglich eine verlässliche Aufsicht für die Kinder vor, die vor allem dem Zweck dient, dass Eltern Familie und Beruf vereinbaren können. Doch Ganztag ist mehr als nur eine Form der Betreuung nach dem Vormittagsunterricht in der Grundschule. Das Konzept „Offener Ganztag“ ist ein umfassendes Bildungsangebot auf freiwilliger Basis, und das nicht nur für berufstätige Eltern.

Neben dem schulischen Unterricht mit seinem wissensorientierten Ansatz und neben der fürsorglichen familiären Erziehung ermöglicht die offene Ganztagsgrundschule (OGGS) mit ihren Zusatzangeboten im Vor- und Nachmittagsbereich die optimale Ergänzung zur individuellen Förderung sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker Kinder vom 1. bis 4. Schuljahr. Diese Schulform bietet mehr Möglichkeiten, soziales Lernen zu entwickeln und zu erproben und eröffnet gerade auch den Kindern, die – aus den unterschiedlichsten Gründen - im familiären Umfeld auf wenig Anregungen zurückgreifen können, neue Erfahrungsräume, die sie sonst vielleicht nicht kennen lernen könnten.

Offener Ganztag mit dem Träger VHS Minden heißt:

  • vielfältige zusätzliche Bildungsangebote
  • kompetenzfördernde Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten
  • ein verlässlicher Zeit- und Organisationsrahmen
  • gleichbleibende fachkundige Bezugspersonen
  • geschützte Erlebnisräume zur individuellen Entwicklung

Ein Tagesablauf im „Offenen Ganztag“

Bevor die Schule beginnt, in der Regel ab 7:30 Uhr, erwartet die Kinder eine Betreuungskraft, die sich bis zum Unterrichtsanfang um sie kümmert. Nach dem Ende des Vormittagsunterrichts gibt es für alle Kinder ein gemeinsames warmes und ausgewogenes Mittagessen (mit speziellen Angeboten für Muslime oder Vegetarier ).  Begleitet werden die Kinder dabei von unserem pädagogischen Team. Wir sorgen für eine familiäre Atmosphäre, in der die Kinder im Kreise ihrer Freunde ihre Erlebnisse vom Vormittag berichten und verarbeiten können. So gestärkt starten die Kinder in die anschließenden Aktivitäten des Nachmittags, in die eine qualifizierte Begleitung der Hausaufgaben sowie ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften, Projekten und Freispielmöglichkeiten eingeschlossen sind.

Zur kompetenten Betreuung der Hausaufgaben gehört die Absprache zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Kindern darüber, welche Aufgaben im Einzelnen zu erledigen sind. Die Kinder werden angehalten, die Aufgaben, ihren Fähigkeiten entsprechend, in der vorgegebenen Zeit selbstständig zu erledigen. Sollte einmal die Zeit nicht ausreichen, so wird dies u. a. im Aufgabenheft vermerkt. Durch die Mitteilungen im Aufgabenheft können sich die Eltern ein Bild von den Lernfortschritten ihres Kindes machen. Dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierbei eng mit den zuständigen Klassenlehrerinnen und /–lehrern zusammenarbeiten, ist für uns selbstverständlich.

Unsere Arbeitsgemeinschaften sind besondere Lernangebote neben dem Unterricht. Unter Anleitung von professionellen Dozentinnen und Dozenten machen die Kinder neue Erfahrungen z. B. in den Bereichen Sport, Bewegung, Kunst, Kultur, Sprachen, Computer, Naturerfahrungen. Arbeitsgemeinschaften werden halbjährlich angeboten - eine regelmäßige Teilnahme ist notwendig.

Die Teilnahme an Projekten hat eine höhere Freiwilligkeit Die Kinder können sich innerhalb der Projekte je nach ihren Fähigkeiten und Interessen auch für einzelne Bereiche engagieren. Das kann dann so aussehen, dass beispielsweise im Projekt Theater neben den Schauspielerinnen und Schauspieler auch Masken- und Kostümbildner oder auch Bühnenbildner und Organisatoren benötigt werden. Die Projekte sind zeitlich befristet.

Neben diesen Angeboten bleibt natürlich noch genügend Zeit für das Freispiel, bei dem die Kinder intensiv das Miteinander in der Gruppe erleben und selbst gestalten können. Sie können dabei das Material, die Spielkameraden, den Ort, die Dauer und die Tätigkeit eigenständig bestimmen bzw. gemeinsam aushandeln.